
Staffelstabübergabe in der Sucht- und Drogenberatung des Caritasverbandes: Christiane Hoke übernimmt die Leitung des Fachdienstes von Ralf Heiser, der im April in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Der Caritasverband hat den langjährigen Leiter des Fachdienstes Sucht- und Drogenberatung, Ralf Heiser, bereits im April offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig richtet sich der Blick der Einrichtung auf die künftigen Herausforderungen in der Suchthilfe und Präventionsarbeit.
In einem persönlichen Grußwort würdigte Vorstand Manuel Künnemann die jahrzehntelange Arbeit des Diplom-Psychologen. „Heute verabschieden wir dich in einen neuen Lebensabschnitt“, sagte Künnemann.
Ralf Heiser war am 1. April 1999 in der Suchtberatung des Verbandes gestartet. Früh setzte er fachliche Schwerpunkte in der Drogenberatung und Präventionsarbeit. Darüber hinaus arbeitete er in der ambulanten Rehabilitation sowie als Fachpsychologe für Verkehrspsychologie. Ab 2009 leitete er den Fachdienst Sucht- und Drogenberatung und prägte diesen über viele Jahre hinweg fachlich und organisatorisch. Kolleginnen und Kollegen schätzten insbesondere seine ruhige und verlässliche Art.
Auch fachlich entwickelte sich Heiser kontinuierlich weiter. So absolvierte er 2016 und 2017 eine Weiterbildung in Psychotraumatherapie. Im Namen des Caritasverbandes und des Caritasrates dankte Künnemann ihm für den langjährigen Einsatz für Menschen mit Suchterkrankungen und deren Angehörige.
Mit dem Wechsel in der Leitung stehen zugleich Herausforderungen innerhalb des Fachdienstes an. Die neue Leiterin, der Sucht-und Drogenberatung, Christiane Hoke, sieht insbesondere die frühzeitige Erreichbarkeit junger Menschen als wichtige Aufgabe. Durch das neue Cannabisgesetz entfielen präventive Auflagen, etwa durch Gerichte, über die Betroffene bislang häufig frühzeitig mit dem Hilfesystem in Kontakt gekommen seien. Künftig würden Klientinnen und Klienten dadurch oftmals erst später erreicht. Ziel sei es daher, neue Zugangswege zu entwickeln.
Zudem stelle die psychotherapeutische Weitervermittlung abstinenter Klientinnen und Klienten zunehmend ein Problem dar. Lange Wartezeiten auf Therapieplätze führten dazu, dass Betroffene nach erfolgreicher Stabilisierung oftmals keine direkte Anschlussversorgung erhielten.
Auch die MPU-Vorbereitung bleibt ein wichtiges Thema. Als Verkehrspsychologe hatte Heiser diesen Bereich über viele Jahre verantwortet. Ziel sei es nun, das qualitativ hochwertige Angebot weiterhin aufrechtzuerhalten.
Die neue Leiterin möchte den eingeschlagenen Weg der Beratungsstelle fortführen. Gleichzeitig freue sich das Team darauf, gemeinsam mit einem neuen Kollegen die anstehenden Aufgaben anzugehen.



