„Es ist immer ein schöner Tag hier.“

Veröffentlicht am: 

30

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04

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2026

Bildunterschrift: Renate Sand, Margerete Witthake und Cilly Wolke, sitzend, sowie Vanessa Konermann, Pflegedienstleiterin, Nicole Gräfe und Petra Haermeyer, beide Pflegefachkräfte, in der Tagespflege St. Benedikt in Recke.

Recke. Im Februar vergangenen Jahres, öffnete die Tagespflege St. Benedikt in Recke erstmals ihre Türen, als erste Einrichtung dieser Art im Ort. Gestartet mit rund 25 Gästen, hat sich das Angebot inzwischen fest etabliert. Die Rückmeldungen fallen eindeutig aus: „Wir kommen gerne her. Es ist eine tolle Gemeinschaft“, berichten zwei Tagesgäste. Und ergänzen: „Es ist immer ein schöner Tag hier.“

 

Der Tag beginnt für die Besucherinnen und Besucher strukturiert und zugleich entspannt: mit einem gemeinsamen Frühstück an einem liebevoll vorbereiteten Buffet. Es folgt die Zeitungsrunde, bevor unterschiedliche Aktivitäten den Vormittag und Nachmittag prägen. Gesellschaftsspiele, Sitzgymnastik oder Spaziergänge im nahe gelegenen Park sorgen für Abwechslung. Auch saisonale Angebote gehören fest zum Programm, vom Sommerfest über das Aufstellen eines Maibaums bis zur Weihnachtsfeier.

 

Dabei sind die Gäste ausdrücklich eingeladen, eigene Wünsche einzubringen. So entstand in der Winterzeit eine besondere Aktion: Gemeinsam wurden Bratäpfel gebacken, wobei die Gäste ihre eigenen Rezepte und Erfahrungen einbrachten, um das beste Ergebnis zu finden. Ein weiteres Highlight war ein Ausflug zum Waldfreibad in Recke im Sommer. Auf der Terrasse wurde gemeinsam gefrühstückt, und viele erinnerten sich an frühere Zeiten, als sie dort selbst schwimmen gingen.

 

Solche Erlebnisse sind für viele im Alter nicht mehr selbstverständlich. Organisatorische oder körperliche Einschränkungen erschweren oft die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Umso wichtiger sei es, betont das Team, diese Momente in Gemeinschaft und mit Unterstützung zu ermöglichen.

 

Auch das Verpflegungsangebot wird von den Gästen geschätzt. „Alleine zu Hause zu kochen ist oft mühsam“, heißt es aus dem Kreis der Besucher. In der Tagespflege hingegen werde nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt, sondern auch für die passende Gesellschaft.

 

Für viele Seniorinnen und Senioren stellt der erste Schritt in eine Tagespflege dennoch eine Hürde dar. Umso größer ist häufig die positive Überraschung nach einem Probetag. Nicht selten werde das Angebot anschließend deutlich intensiver genutzt als ursprünglich geplant,  stattzwei Tagen pro Woche entscheiden sich einige Gäste direkt für eine umfassendere Betreuung.

 

Finanziell wird die Tagespflege durch ein eigenes Budget der Pflegekassen unterstützt, sodass ein Großteil der Kosten bereits abgedeckt ist. Auch der Fahrdienst, der die Gäste morgens pünktlich von zu Hause abholt und am Nachmittag wieder zurückbringt, ist darin enthalten, ein Aspekt, den viele als besonders entlastend empfinden.

 

„Interessierte Seniorinnen und Senioren sowie Angehörige sind jederzeit herzlich willkommen, sich bei uns zu informieren“, sagt Pflegedienstleiterin Vanessa Konermann. Das Angebot richtet sich sowohl an Menschen mit Unterstützungsbedarf im Alltag als auch an diejenigen, die sich Gesellschaft wünschen und sonst viel Zeit alleinverbringen.

Nach einem Jahr fällt das Fazit in Recke positiv aus: Die Tagespflege St. Benedikt ist für viele zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden und zu einem Ort, an dem Gemeinschaft gelebt wird.