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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Unentgeltliche Arbeit von unschätzbarem Wert

TECKLENBURGER LAND. Sie leisten eine unentgeltliche Arbeit von unschätzbarem Wert. Auf diesen Nenner lässt sich bringen, was die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes Tecklenburger Land und des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren schaffen. Das ist auch die Botschaft, die bei Weihbischof Dr. Christoph Hegge während seines Besuches der beiden katholischen Wohlfahrtsverbände in Ibbenbüren ankam. Im Rahmen seiner jüngsten Visitation in Ibbenbüren nahm sich der Weihbischof zwei Stunden Zeit für die Anliegen von Caritas und SkF. Dabei wurde deutlich: Qualitativ hochwertiges Ehrenamt benötigt professionelle Begleitung.

Die Gastgeber stellten die vielen Einsatzbereiche von Ehrenamtlichen beim SkF und der Caritas vor. Dazu gehören zum Beispiel die Kleiderkammer, das Sozialkaufhaus und die Suppenküche des SkF und die Sozial-Punkte, eine Art Sozialberatung in Ibbenbüren, Recke, Mettingen, Hörstel und demnächst auch in Hopsten in Trägerschaft der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vor Ort und fachlich begleitet vom Caritasverband.

Neben den haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen von SkF und Caritas durften diejenigen, die ehrenamtlich in erster Reihe stehen, natürlich nicht fehlen. Stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen in der Sozialberatung berichteten Georg Langelage und Marlies Kiffmeyer vom Team des Sozial-Punktes Recke über ihr Tun. „Die Themen Gesund, Pflege und Alter nehmen immer breiteren Raum ein“, sagte Georg Langelage. Marlies Kiffmeyer machte auf die wachsende Zahl von Altersarmut betroffener Frauen aufmerksam. „Frauen schämen sich oft, in den Sozial-Punkt zu kommen“, sagte sie.

Hilfe leistet das Team aus Recke zum Beispiel in individuellen Notlagen, beim Ausfüllen von Anträgen oder Bleiberechtsfragen von Migranten. Caritas-Geschäftsführer Detlev Becker erläuterte das Erfolgsrezept der Sozial-Punkte. „Jeder Ehrenamtliche ist ein Profi für sich. Jede persönliche Hinwendung der Ehrenamtlichen ist schon ein Schlüssel zur Lösung.“

Der Gast aus Münster bestätigte, was die Haupt- und Ehrenamtlichen an der Basis beobachten. „Die soziale Frage verschärft sich in unserem Land. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander.“ Christoph Hegge rügte auch die Politik, für die die christliche Soziallehre heute scheinbar keine Rolle spiele. „Sie sind die Speerspitze des guten Beispiels“, würdigte der Weihbischof den Einsatz der Ehrenamtlichen.

Dass auch ehrenamtliche Arbeit nicht ohne finanzielle Hilfe zu leisten ist, betonte SkF-Vorsitzende Rosi Giesbert. Vor diesem Hintergrund lobte Detlev Becker, dass das Bistum Münster finanzielle Mittel für die Begleitung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe oder zur Einrichtung von Sozialberatung in den Gemeinden zur Verfügung gestellt hat. Ein Herzensanliegen gab SkF-Geschäftsführerin Barbara Kurlemann dem Kirchenvertreter mit nach Münster. Sie wünsche sich von den Bischöfen in Deutschland ein klares Bekenntnis für die Armen und Schwachen der Gesellschaft. „Das ist ein urchristliches Thema.“

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