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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Noah Terheiden über den Pflegeberuf

So viel mehr als einfach nur Pflege

Noah Terheiden macht eine Ausbildung zum Pflegefachmann

TECKLENBURGER LAND. Der 19-jährige Noah Terheiden steckt derzeit mitten in seiner Ausbildung. Genauso wie auch viele andere Jugendliche und junge Erwachsene in dem Alter. Doch Noah hat einen Beruf gewählt, der heutzutage nicht unbedingt ganz weit oben auf der Berufswunschliste der Jugend steht: Noah wird "Pflegefachmann" und kann die Vorurteile gegen den Pflegeberuf so gar nicht nachvollziehen.

Aber auch Noah hatte nicht von Anfang an den Pflegeberuf auf seiner Liste potenzieller Berufe. "Eigentlich hatte ich zuerst an eine Ausbildung in Richtung Verwaltung gedacht. Kaufmann oder so", erzählt der in Recke wohnende 19-jährige. Doch so richtig identifizieren konnte er sich dann doch nicht mit dieser Berufssparte. Also hielt er die Augen offen und entschied sich dafür, sein Fachabitur für Soziales und Gesundheit am Berufskolleg in Ibbenbüren zu machen. Der entscheidende Schritt, der ihn seinem heutigen Ausbildungsberuf näher brachte. "Bei meinem Fachabitur musste ich ein Jahrespraktikum absolvieren und das habe ich beim Caritas-Altenwohnhaus in Ibbenbüren in der Pflege gemacht", erklärt Noah. Relativ schnell war für den Recker dann klar, dass auch sein späterer beruflicher Weg in der Pflege liegen sollte. "Das Praktikum hat mir wirklich richtig Spaß gemacht. Ich wurde so super aufgenommen. Mir gefiel es einfach mega", erinnert sich Noah. Nicht nur der Entschluss zum Pflegeberuf, auch die Wahl die Ausbildung bei der Caritas Altenhilfe Tecklenburger Land GmbH zu machen, stand für Noah schnell fest. So ist heute das Caritas-Altenwohnhaus der "Träger" seiner Ausbildung, doch in deren Verlauf lernte und lernt Noah noch weitere Einrichtungen und Dienste kennen. Denn er ist einer der ersten Auszubildenden, für die die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann gilt. So muss Noah nicht nur im Stationären Pflegebereich arbeiten, sondern auch externe Einsätze im Ambulanten Pflegedienst, in einer Klinik, der Pädiatrie und in einer psychiatrischen Einrichtung ableisten.

Den ersten externen Einsatz hatte er nun im Ambulanten Pflegedienst. "Da bin ich doch erst ziemlich voreingenommen hingegangen", erzählt Noah. Schließlich gibt es auch hier genug Vorurteile, die aber "gar nicht wahr sind", wie Noah jetzt weiß. Denn von Anfang an sei er in der Caritas-Sozialstation super aufgenommen worden und die Arbeit mit den Patienten macht dem 19-jährigen auch hier sehr viel Spaß. Vor allem wegen der noch umfänglicheren Einblicke, die er während seiner Besuche bei den Patienten zu Hause bekommt. "Aus den Bildern, Büchern, der Einrichtung und allem bekommt man noch einmal mehr ein Gespür dafür, wie der Patient so als Mensch ist und es sind gute Ansatzpunkte für Gespräche", sagt Noah. Denn trotz seiner pflegerischen und medizinischen Aufgabe, bleibt immer noch Zeit für ein zwischenmenschliches Gespräch mit dem Patienten. Das gehört einfach fest dazu und macht den Pflegeberuf auch so besonders wertvoll, so Noah. Damit nennt er einen Aspekt, der ihn grundsätzlich an seinem Ausbildungsberuf fasziniert: die Arbeit mit den Menschen und die damit verbundene Nähe. Aber nicht nur das: "Der Pflegeberuf ist so vielseitig. Ich bekomme medizinisches und pflegerisches Wissen vermittelt, habe einen hohen sozialen Aspekt und muss aber auch organisatorische Aufgaben oder ein bisschen Verwaltungsarbeit machen", beschreibt Noah den Beruf. Für ihn ist es die Abwechslung, die der Beruf mit sich bringt. Kein Tag sei wie der andere, weil eben auch kein Bewohner oder Patient wie der andere sei und vielmehr auch nicht jeden Tag gleich gut drauf ist, so Noah.

Dass der Beruf auch anstrengend sein kann, streitet der 19-jährige gar nicht ab. "Natürlich gibt es auch harte Tage, aber die hat doch jeder Beruf oder?". Er schätze es sehr, dass die Bewohner und die Patienten ihm sofort Feedback zu seiner Arbeit geben, sich aber genauso geduldig zeigen, wenn etwas nicht auf Anhieb perfekt klappt. Auch weiß er, dass er immer Hilfe und Unterstützung bekommt. "Ich kann immer fragen, ich bin hier nicht allein", sagt Noah. So ist es kein Wunder, dass er den Pflegeberuf auch in seinem Freundeskreis mit Stolz präsentiert. Jungen Menschen, die vielleicht noch nicht genau wissen, was sie nach der Schule machen wollen oder sich auch umorientieren möchten, rät Noah zu einem Praktikum. "Macht ein Praktikum in der Pflege. Ob in einer Alteneinrichtung, im ambulanten Pflegedienst, in einer Klinik, der Pädiatrie oder einer psychiatrischen Einrichtung. Ich kann jedem der empathisch und sozial veranlagt ist diesen Schritt nur sehr ans Herz legen", sagt Noah und bei jedem Wort leuchten seine Augen. Für ihn sei der Pflegeberuf die richtige Wahl gewesen: "Ich bin stolz in der Pflege arbeiten zu dürfen. Denn der Pflegeberuf ist so viel mehr als einfach nur Pflege."

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