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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Konzept der Hausgemeinschaften hat sich bewährt

LAGGENBECK. Als das Haus Magdalena vor zehn Jahren seine Türen öffnete, ging die Senioreneinrichtung der Caritas-Altenhilfe Tecklenburger Land mit einem seinerzeit neuen Konzept an den Start. Je 15 Bewohnerinnen und Bewohner lebten in einer Hausgemeinschaft zusammen. „In den einzelnen Hausgemeinschaften wird der Alltag nachgelebt“, erklärt Frank Kenning, Haus- und Pflegedienstleiter. Wer kann und mag, kann sich beim Kochen oder anderen Hausarbeiten einbringen. Die Mahlzeiten werden in kleinen Tischgemeinschaften eingenommen. „Das Konzept hat sich bewährt“, zieht Frank Kenning heute Bilanz.

Mit einem Sommerfest für die Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige und geladene Gäste feiert die Caritas-Altenhilfe am Samstag, 23. Juni, das zehnjährige Bestehen der Senioreneinrichtung in Laggenbeck. Passend zum Konzept des Hauses tragen auch die Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Lied und einer Luftballon-Aktion zum Programm bei.

Ein Jahrzehnt nach der Eröffnung leben 60 Frauen und Männer im Haus Magdalena. Rund 70 Mitarbeiter kümmern sich in Pflege, Hauswirtschaft, Verwaltung, sozialem Dienst und Beschäftigung um das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner. Von ihnen allen fordert das Konzept der Hausgemeinschaft viel Kreativität. So wird in den einzelnen Hausgemeinschaften täglich ein Teil der Speisen frisch zubereitet. Einmal die Woche wird die ganze Mahlzeit gemeinsam gekocht. Zudem verfügt das Haus über eine eigene Wäscherei. „Das Leben in Hausgemeinschaften gelingt, wenn alle sich darauf einlassen und das Konzept mit Leben füllen“, so Frank Kenning.

Rückschau: Nach dem Bau durch einen privaten Investor nahm das Haus Magdalena offiziell im September 2008 den Betrieb in Laggenbeck auf. Der damalige Caritas-Gesamtheimleiter Ludger Weßeling begleitete die Bauphase und den Aufbau der Einrichtung. „Nach nur zwei Jahren waren wir voll drin im Geschehen im Ort“, sagt Frank Kenning. So pflegt die Einrichtung engen Kontakt zu den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden vor Ort, unterhält eine gute Beziehung zu den Anwohnern und lädt regelmäßig Gäste aus Laggenbeck ins Haus ein. Ob Volkstanzgruppe, Posaunenchor oder VdK, Firmlinge oder Kindertageseinrichtungen – viele Laggenbecker Vereine und Institutionen pflegen Kontakt zu den Menschen im Haus Magdalena.

„Wir merken, dass wir hier Fuß gefasst haben. Etwa 80 Prozent der Bewohner kommen aus Laggenbeck“, so Frank Kenning. Eine wichtige Rolle spielen die 45 Ehrenamtlichen, die verschiedene Aufgaben im Haus übernehmen. Sie begleiten die Bewohner zu Gottesdiensten, musizieren und singen mit ihnen, spielen Klavier oder kümmern sich um einen Kiosk-Wagen für die Bewohner. „Wir holen viele Angebote ins Haus, an denen die Bewohner teilhaben können“, so Frank Kenning.

Zum Selbstverständnis des Hauses gehört auch die individuelle Biographie seiner Bewohner. „Wir respektieren die Gewohnheiten, die die Menschen mitbringen“, beschreibt es Frank Kenning. Einen Schwerpunkt legen die Mitarbeiter auf Bewegungsangebote. So gibt es im Haus eine Fitnessgruppe. „Außerdem bauen wir in den Alltag möglichst viele Bewegungshäppchen ein, um die Mobilität der Bewohner zu erhalten und zu fördern“, sagt Ergotherapeutin Cordula Erdmann.

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