Illegale Drogen

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Als illegale Drogen gelten alle natürlichen oder künstlichen Substanzen, die in den Anlagen 1 bis 3 des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt sind.

Die bekanntesten illegalen Drogen sind Haschisch bzw. Marihuana, Crack, Kokain, Morphium und Heroin sowie diverse synthetisch hergestellte Drogen ("Designer-Drogen").

Dem Betäubungsmittelgesetz zufolge sind der Erwerb, der Besitz, der Handel und die Herstellung von illegalen Drogen nur unter strengen Bedingungen erlaubt. Legal sind sie besonders für den medizinischen Einsatz sowie für Forschungszwecke. Allerdings sind ausschließlich der Besitz, Erwerb und Handel sowie die Herstellung illegaler Drogen strafbar - der Konsum von illegalen Drogen ist tatsächlich nicht verboten und daher auch nicht von Strafe bedroht.

Übersicht

Cannabis

Die beiden bekanntesten berauschenden Cannabisprodukte sind Haschisch und Marihuana.

Haschisch wird auch als "Dope" oder "Shit" bezeichnet. Er wird aus dem Harz, dem Pflanzensaft der Hanfpflanze, gewonnen und meist zu braunen oder schwarzen Platten und Klumpen gepresst. Seltener ist die Verarbeitung zu konzentriertem Haschischöl. Haschisch hat in der Regel einen höheren THC-Gehalt als Gras.

Marihuana wird auch als "Gras" bezeichnet. Es besteht aus den getrockneten Blüten, Blättern und Stängeln der weiblichen Hanfpflanze.

Wirkung

Die Wirkung von Cannabis ist individuell sehr unterschiedlich und hängt stark von der momentanen Grundstimmung des Konsumenten ab. Allgemeines Wohlbefinden kann sich zur Heiterkeit steigern, Niedergeschlagenheit wird möglicherweise verstärkt.

Gefahren

Cannabis beeinflusst die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit. Die Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses und das abstrakte Denken werden herabgesetzt. Es besteht erhöhte Unfallgefahr beim Bedienen von Maschinen und beim Autofahren. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit wird vermindert.

Bei häufigem Cannabiskonsum entwickelt sich langsam eine seelische Abhängigkeit mit dem ständigen Bedürfnis, durch die Droge ein bestimmtes Wohlbefinden herzustellen.

Der Abhängige fällt langfristig in Lustlosigkeit und Verwirrtheit. Diese Persönlichkeitsänderungen führen häufig zu Problemen in Beruf und Familie. Gelegentlich wird der Ausbruch bereits vorhandener psychischer Erkrankungen begünstigt.

Ecstasy

Ecstasy ist eine so genannte Designer Droge aus der Amphetamin-Wirkstoffgruppe. Es wird meist in Pillenform mit charakteristischen Einprägungen angeboten und wird oral eingenommen.

Wirkung

Angriffspunkt ist das limbische System des Gehirns, das Steuerzentrum für Emotionen. Es wird Serotonin freigesetzt und es kommt zu einer lang anhaltenden Verringerung des Transmitters im Gehirn.

Im Weiteren erhöhen sie die Kommunikations- und Kontaktfreudigkeit. Viele empfinden eine größere Offenheit für andere Menschen.

Das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein werden als gesteigert empfunden. Diese positiven Empfindungen sind an die Dauer der Drogenwirkung gebunden.

Nach längerem Konsum wurden Entwicklungs- und Identitätsstörungen beobachtet, die mit Mangel an Selbstwahrnehmung einhergehen.

Die meisten Ecstasy-Konsumenten heute sind sozial gut integriert. Viele von ihnen sind Mehrfachkonsumenten, sie haben Erfahrungen mit Cannabis, Amphetaminen oder LSD gemacht.

Synthetische Drogen vermitteln den Eindruck, man könne die Wirkung kontrollieren. Auch deshalb passen sie so gut in unsere Leistungsgesellschaft, die verlangt, zur richtigen Zeit fit, dynamisch und gut gelaunt zu sein. 

Heroin

 

Heroinabhängigkeit ist die Suchtform, bei der der Mensch nicht mehr in der Lage ist, auf Heroin zu verzichten - auch wenn er es gerne möchte.

Die körperliche Abhängigkeit entsteht bei Heroinkonsum besonders schnell. Der Stoffwechsel stellt sich auf die Droge ein. Das Absetzen der Droge verursacht quälende Entzugserscheinungen, die es den Süchtigen fast unmöglich machen, ohne ärztliche Hilfe aus der Sucht herauszufinden.

Heroinsüchtige brauchen täglich ihre Dosis Rauschmittel. Da Heroin auf dem Schwarzmarkt sehr teuer ist, benötigen Abhängige rund 100 Euro pro Tag, die nur durch Kriminalität und/oder Prostitution zu beschaffen sind. Häufig werden Heroinsüchtige auch selbst zu Rauschgifthändlern (Dealern), um die immensen Summen aufbringen zu können.

Hinweise auf Heroinmissbrauch

  • Spritzen
  • Einstichstellen am Körper
  • Riemen zum Abbinden der Vene
  • Löffel zum Erhitzen des Heroins
  • Gleichgültiges Verhalten
  • Abmagerung

Ursachen und Entstehung von Heroinabhängigkeit

Verlauf und Folgen

Behandlung

Der erste Schritt aus der Abhängigkeit

Der Entzug

Entwöhnung durch Therapie

Vorbeugung

Ursachen und Entstehung von Heroinabhängigkeit

Jugendliche sind oft hohen seelischen Belastungen durch die Anforderungen in Schule, Elternhaus oder den Gruppendruck in der Clique ausgesetzt.

Den meisten Jugendlichen gelingt es, Enttäuschungen auszuhalten, Rückschläge hinzunehmen und eigene Möglichkeiten zu finden, ihre Bedürfnisse ohne Rauschmittel zu befriedigen. Wenn Kinder aber nicht schon frühzeitig gelernt haben, mit Schwierigkeiten umzugehen und Rat und Hilfe bei anderen Menschen zu finden, können sie Entlastung im Drogenkonsum suchen. Die schnelle Wirkung verlockt und lässt die Alltagssorgen vergessen.

Die Umgebung, zum Beispiel Freunde und Eltern, haben großen Einfluss auf die Entstehung von Abhängigkeiten. Sie sind Vorbilder, durch die die Jugendlichen lernen können, mit Konflikten umzugehen, aber leider auch oft sehen, wie Entlastung durch Drogen gesucht wird.

 

Verlauf und Folgen

Heroin verursacht starke körperliche Abhängigkeit. Um die gewünschten Gefühle immer wieder zu erzielen, muss die Dosis ständig gesteigert werden. Beim Heroinsüchtigen dreht sich schon bald das ganze Leben um die Frage, wie der nächste "Schuss", die nächste Dosis Heroin beschafft werden kann. Schule, Freunde und Elternhaus werden vernachlässigt und interessieren nicht mehr. Kriminalität und Prostitution führen zu Konflikten mit der Polizei. Der soziale Abstieg und Gefängnisstrafen sind die Folge.

 

Behandlung

Heroinsucht ist als Krankheit anerkannt. Deshalb übernehmen die Krankenkassen die Behandlung.

Ohne fachliche Unterstützung ist es kaum möglich, sich von der Heroinabhängigkeit zu befreien. Den sogenannten "kalten Entzug", alleine, ohne ärztliche Hilfe, halten nur wenige durch.

Der erste Schritt aus der Abhängigkeit

Die Einsicht "Ich bin süchtig. Ich will so nicht weitermachen. Ich brauche Hilfe" ist der erste Schritt aus der Abhängigkeit. Jetzt kann der Süchtige Hilfe suchen, Kontakt zu Beratungsstellen aufnehmen und das erste Mal offen über sein Problem mit Fachleuten reden. 240 Suchtberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen bieten Unterstützung und klären gemeinsam mit dem Betroffenen die weiteren Schritte der Behandlung.

 

Der Entzug

Bei der Behandlung steht zunächst die körperliche Abhängigkeit von der Droge im Vordergrund. Dem Körper wird die Droge entzogen, er wird entgiftet. Das Absetzen des Heroins ist mit starken, unangenehmen Entzugserscheinungen verbunden. Der Heroinsüchtige kennt diese Symptome aus den Situationen, in denen er seinen Stoff nicht rechtzeitig bekommen hat. Heroinentzug wird deshalb in einer Fachklinik durchgeführt.

Die professionelle medizinische Versorgung, unterstützende Medikamente, eine drogenfreie Umgebung und der Kontakt zu Leidensgenossen erleichtern die Heilung.

 

Entwöhnung durch Therapie

Nachdem der Körper von der Droge unabhängig geworden ist, wird die seelische Abhängigkeit behandelt. Um Rückfälle zu vermeiden, muss der Kranke lernen, ohne die Droge Heroin auszukommen. Er muss die tieferen Ursachen seiner Abhängigkeit erkennen und andere Wege finden, mit Problemen umzugehen. Eine solche Therapie kann in einer Fachklinik oder auch ambulant in Einzel- oder Gruppentherapie durchgeführt werden.

 

Vorbeugung

Suchtvorbeugung muss in der Kindheit beginnen. Hier entwickelt sich das Selbstwertgefühl. Schon das Kind kann lernen, mit Problemen angemessen umzugehen und sein Leben aktiv zu gestalten. So gestärkt kann es später einer Suchtgefahr besser standhalten.

Suchtvorbeugung heißt: Selbstständigkeit, Selbstachtung, Selbstfindung und Lebensfreude bei Kindern fördern, Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten stärken. Der Aufbau der Ich-Stärke ist zentrales Ziel suchtvorbeugender Arbeit in NRW. Damit Kinder und Jugendliche gerade in schwierigen Lebenssituationen eigenständig entscheiden können, "Nein" zu sagen und Verantwortung (für sich und ihr Handeln) zu übernehmen.

Das elterliche Vorbild auch bei legalen Drogen ist wichtig. Sie sollten Ihren eigenen Umgang mit Alkohol, Nikotin und Medikamenten kritisch kontrollieren. Reden Sie offen mit Ihrem Kind über Sucht und Suchtgefahren. Kinder sollten wissen, wie legale und illegale Drogen wirken und wie schädlich sie sein können.

Kokain

Kokainabhängigkeit oder Koksen ist die Suchtform, bei der der Mensch nicht mehr in der Lage ist, auf Kokain zu verzichten - auch wenn er es gerne möchte.

Die körperliche Abhängigkeit beim Kokainkonsum ist gering, beim Absetzen der Droge entstehen keine körperlichen Entzugserscheinungen.

Dagegen sind die seelischen Entzugserscheinungen sehr schwer. Abhängige fallen in Depressionen und Lustlosigkeit.

Hinweise auf Kokainmissbrauch

  • Enthemmtes Verhalten
  • Abmagerung
  • Bitteres Pulver in kleinen Tüten
  • Trinkhalme zum Schnupfen
  • Dosierlöffelchen

Ursachen und Entstehung von Kokainabhängigkeit

Verlauf und Folgen

Behandlung

Der erste Schritt aus der Abhängigkeit

Vorbeugung

Ursachen und Entstehung von Kokainabhängigkeit

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Einkommen, Aussehen, Fitness und ständige gute Laune immer wichtiger werden. Werbung, Illustrierte, Kino- und Fernsehfilme beschreiben Lebenswelten, die nur die wenigsten Menschen verwirklichen können.

Sich an der "Welt der Schönen und Reichen" zu orientieren, erfordert viel Kraft. Wer dies nicht schafft, greift vielleicht zum leistungssteigernden Kokain, um dazuzugehören. Kokain ist besonders unter Werbern, Schauspielern, Models und Managern - vor allem als Partydroge - verbreitet.

 

Verlauf und Folgen

Ähnlich wie Alkohol enthemmt auch Kokain. Schüchternheit und Hemmungen verlieren sich. Kokain macht wach, verringert Hunger und Durst und bewirkt ein Gefühl der Stärke. Bei höheren Dosierungen kann es zu Wahnvorstellungen kommen. Die angenehmen Gefühle halten jedoch nicht lange an. Nach etwa einer Stunde machen sich Unlust, Müdigkeit, manchmal auch Depressionen bemerkbar.

Der Kokainabhängige braucht eine neue Dosis des Rauschmittels, um den erwünschten Zustand wiederherzustellen. Die eigene Lebensenergie sinkt durch die ständige Zufuhr des Kokains. Das Leben des Süchtigen wird vollständig durch den Zwang, Kraft aus der Droge Kokain zu schöpfen, geprägt.

Sozialer Abstieg, Gesundheitsschäden wie Abmagerung, chronische Müdigkeit, Herzschwäche und durch das Schnupfen verätzte Nasenscheidewände sind mögliche Folgen.

 

Behandlung

Kokainsucht ist als Krankheit anerkannt. Deshalb übernehmen die Krankenkassen die Behandlung. Ohne fachliche Unterstützung schaffen es nur wenige, sich von ihrer Sucht zu befreien.

Da Kokain kaum körperliche Abhängigkeit verursacht - beim Absetzen der Droge treten hauptsächlich Schlaflosigkeit, Angst und Kraftlosigkeit auf - genügt zur Entwöhnung ein kurzer stationärer Aufenthalt.

Um die seelische Abhängigkeit von der Droge Kokain zu bewältigen, ist eine unterstützende Psychotherapie nötig.

 

Der erste Schritt aus der Abhängigkeit

Die Einsicht "Ich bin süchtig. Ich will so nicht weitermachen. Ich brauche Hilfe" ist der erste Schritt aus der Abhängigkeit. Jetzt kann der Süchtige Hilfe suchen, Kontakt zu Beratungsstellen aufnehmen und das erste Mal offen über sein Problem mit Fachleuten reden. 240 Suchtberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen bieten Unterstützung und klären gemeinsam mit dem Betroffenen die weiteren Schritte der Behandlung.

 

Vorbeugung

Suchtvorbeugung muss in der Kindheit beginnen. Hier entwickelt sich das Selbstwertgefühl. Schon das Kind kann lernen, mit Problemen angemessen umzugehen und sein Leben aktiv zu gestalten. So gestärkt kann es später einer Suchtgefahr besser standhalten.

Suchtvorbeugung heißt: Selbstständigkeit, Selbstachtung, Selbstfindung und Lebensfreude bei Kindern fördern, Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten stärken. Der Aufbau der Ich-Stärke ist zentrales Ziel suchtvorbeugender Arbeit in NRW. Damit Kinder und Jugendliche gerade in schwierigen Lebenssituationen eigenständig entscheiden können, "Nein" zu sagen und Verantwortung (für sich und ihr Handeln) zu übernehmen.

Das elterliche Vorbild auch bei legalen Drogen ist wichtig. Sie sollten Ihren eigenen Umgang mit Alkohol, Nikotin und Medikamenten kritisch kontrollieren. Reden Sie offen mit Ihrem Kind über Sucht und Suchtgefahren. Kinder sollten wissen, wie legale und illegale Drogen wirken und wie schädlich sie sein können.

LSD

LSD (= Lysergsäurediethylamid) wird halbsynthetisch aus dem Mutterkorn, einem Schmarotzerpilz an Getreide und anderen Gräsern hergestellt = Halluzinogen.

Wirkung

Veränderung des Empfindens mit Sinnestäuschungen bis hin zu voll entwickelten Halluzinationen, Gefühlen der Entpersonalisierung, meist mit leichter Euphorie, trügerisches Gefühl der "Bewusstseinserweiterung", nicht selten: Angstgefühle bis zum "Horror-Trip" und offener Panik, Echo-Phänomene, auch lange Zeit später möglich.

Akute Gefahren des Missbrauchs

Nicht als solche erfahrene Sinnestäuschungen und entsprechende Fehlreaktionen, Halluzinationen mit Allmachts-Illusionen, u. U. selbstzerstörerische Handlungen wie Fenstersturz in dem Irrglauben fliegen zu können, ein "Horror-Trip" kann in eine Psychose münden.

Bei intensivem Missbrauch können eine Abwendung von der realen Welt, Einkapselung, ausschließliche Beschäftigung mit esoterischen Dingen, schließlich Handlungsunfähigkeit, Apathie erfolgen.