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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Zuhören und Zeit verschenken

HÖRSTEL. Die Idee hatten sie in Hörstel schon vor geraumer Zeit, allein an der Umsetzung haperte es bisher. „Deshalb haben wir uns an den Caritasverband gewandt, damit er uns bei der Umsetzung unterstützt“, sagt Angelika Ottenhues. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Pfarrcaritas in Hörstel gehört zu einem Initiativkreis, der einen Besuchsdienst für ältere Menschen ins Leben rufen möchte. Dazu sucht er nun – mit Unterstützung des Caritasverbandes Tecklenburger Land und Diakon Michael Spliethoff – viele Mitstreiter. Am Montag, 24. September, sind alle Interessierten zu einer Infoveranstaltung um 19.30 Uhr in den Pfarrsaal in Hörstel eingeladen.

„Wer ein paar Stunden im Monat ein wenig Zeit verschenken und anderen etwas Gutes tun möchte, ist herzlich willkommen“, so Angelika Ottenhues. Wie auch ihre Mitstreiterin Hannelore Hembrock besucht sie für die Pfarrcaritas Altersjubilare der katholischen Pfarrgemeinde St. Reinhildis in Hörstel. „Wenn man zum Abschied sagt, dass man nächstes Jahr wiederkommt, dann fragen viele: ,So lange noch? Können Sie nicht eher wiederkommen?’ Unser Eindruck ist, dass es viele ältere Menschen gibt, die einsam sind und sich über regelmäßigen Besuch sehr freuen würden“, sagt Angelika Ottenhues.

Das Problem betrifft vor allem, aber nicht nur alleinlebende ältere Menschen. „Viele haben ihre erwachsenen Kinder und Enkel zwar nebenan wohnen. Im Alltag bleibt aber oft nicht die Zeit, sich ein paar Stunden hinzusetzen und miteinander zu sprechen“, so Hannelore Hembrock. Das Motto für den Besuchsdienst lautet „Zuhören und Zeit verschenken“. Für Hannelore Hembrock ist der Name Programm. „Das sagt eigentlich schon alles, worum es bei dem Besuchsdienst geht.“

„Manchmal fehlt nur jemand, der mit einem älteren Menschen ab und an zum Friedhof geht. Ein anderer wünscht sich Begleitung bei Spaziergängen, andere einfach nur etwas Unterhaltung“, beschreibt Angelika Ottenhues, was auf die Freiwilligen zukommen könnte. Caritas-Mitarbeiterin Gabriele Freese bereitet die Ehrenamtlichen in einer Schulung auf ihre Aufgabe vor und begleitet die regelmäßigen Treffen zum Austausch. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin bei etwaigen Schwierigkeiten. Sie betont: „Die Freiwilligen werden ganz behutsam an ihre Aufgabe herangeführt. Jeder gibt zwei oder drei Mal im Monat so viel Zeit, wie er kann.“

Zum Auftakt koordiniert Angelika Ottenhues, welche Freiwilligen zu welchen Senioren passen. „Ich hoffe aber, dass sich unter den Ehrenamtlichen jemand findet, der diese Aufgabe später übernimmt.“
Wer sich für das freiwillige Engagement im Seniorenbesuchsdienst interessiert, sollte offen und kontaktfreudig sein und Interesse an älteren Menschen haben. „Die Ehrenamtlichen sollten auf jeden Fall Freude an Begegnungen haben“, sagt Gabriele Freese. Angelika Ottenhues nennt noch einen Wunsch: „Es wäre klasse, wenn auch Männer mitmachen. Denn ältere Männer wünschen sich oftmals Kontakt zu Männern.“

Information und Kontakt: Diakon Michael Spliethoff, Telefon 05459/ 97122-36, spliethoff-m@bistum-muenster.de oder Angelika Ottenhues, Telefon 05459/ 4574.

Infoveranstaltung: Montag, 24. September, 19.30 Uhr im Pfarrsaal Hörstel.

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