URL: www.caritas-ibbenbueren.de/aktuelles/presse/ziegen-streicheln-und-trampeltiere-fuettern-4488250d-b4b8-4ceb-98c4-999830c3eabe
Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Ziegen streicheln und Trampeltiere füttern

Bewohner des St. Elisabeth Hauses Riesenbeck zu Gast im Rheiner Zoo

„Sind die aber niedlich“, rufen Besucher in Zoos gerne aus. Am 31. Juli war das nicht anders, als 14 Bewohner des St. Elisabeth Hauses Riesenbeck des Caritasverbandes Tecklenburger Land einen besonderen Ausflug unternahmen. Mit zehn Betreuern machten sich Senioren aus dem geschützten Wohnbereich für dementiell Erkrankte auf den Weg in den Rheiner Zoo. Dort wurden sie am Eingang von Stefan Overmeier erwartet, der die Gruppe begleitete. Der Oberpfleger erklärte die Tierarten und wusste viele Geschichten zu erzählen.

Eine private Spende hatte die Ausfahrt möglich gemacht. Einfach zu bewerkstelligen war es nicht, denn die Gäste waren meist auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen. Mit Hilfe der Fachkollegen und einiger Angehöriger bestiegen sie Bus und Großraumtaxi. Erste Station war das Gehege der possierlichen Nasenbären. „Das ist Kai-Uwe“, erzählte Stefan Overmeier schmunzelnd. Bei den Dscheladas, den Blutbrustpavianen, war gerade der Tisch reich gedeckt. Neben Gras fressen sie gern Kohlgemüse, Karotten, Zwiebeln und Porree, war zu erfahren. Sie leben in großen Familienverbänden, in denen Frauen das Sagen haben. In Rheine wird das Zuchtbuch für die seltene Primatenart geführt. 16 Tierpfleger und sechs Auszubildende kümmern sich im Sieben-Tage-Betrieb um das Wohlergehen in den drei Revieren Affen, Vögel und Großtiere. Für insgesamt 1.000 Tiere in 100 Arten werden täglich an deren Bedürfnisse angepasste Futterpläne erstellt.

Nach dem Kaffeetrinken und Kuchenessen im Zoo-Bistro wartete ein besonderer Höhepunkt: es ging in den Streichelzoo. Neugierige Ziegen, darunter einige besonders süß aussehende Zicklein, liefen ohne Scheu herum, schnupperten an den Händen und ließen sich gern streicheln. “Die Begegnung mit der Natur ist für Menschen mit Demenz das Beste“, betonte Kornelia Steinigeweg. Es führe sie zu Wurzeln zurück und bewirke immer etwas, so die Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes. Das war an dieser Stelle besonders gut zu beobachten.

Für die großen Trampeltiere hatte Stefan Overmeier einen Eimer Möhren mitgebracht. Die Gäste aus Riesenbeck hatten viel Spaß dabei, ihnen das Gemüse ins Maul zu schieben und dem zufriedenen Schmatzen zu lauschen. Interessant war auch die Information, dass den 93 Flamingos Paprika ins Futter gemischt wird, damit sie ihre rote Farbe behalten. „Das war toll“, sagten die Reisenden und sangen im Bus auf der Heimfahrt „So ein Tag, so wunderschön wie heute“. Haus- und Pflegedienstleiter Marco Greßler hatte die Gruppe begleitet und freute sich über das besondere Erlebnis für alle Beteiligten.

Galerie

Copyright: © caritas  2019