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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Wertvoller Blick in die Vergangenheit

Fast ein Jahr intensiver Arbeit liegt hinter den Mitwirkenden an einem „Erinnerungsbuch“,
das unter Mitwirkung von Bewohnerinnen und Bewohnern des St. Elisabeth Hauses Hörstel-Riesenbeck entstanden ist. Ursula Weers und Reinhard Bamming haben in dieser Zeit eine Vielzahl von Gesprächen geführt, Erzählungen festgehalten und daraus wunderschöne Geschichten geformt. Das Team um Hausleiter Marco Greßler und Kornelia Steinigeweg hat eine Mappe gestaltet, die sich jeder gern anschaut. „Oft nehmen sie unsere Betreuungsassistenten mit auf die Stationen, um ihren Schützlingen daraus vorzulesen“, freut sich die Koordinatorin des Betreuten Wohnens.

Darin können die Betrachter vieles nachlesen, was die Senioren früher erlebt haben. Die ehrenamtlichen Autoren haben in langen Gesprächen durch aufmerksames Zuhören diesen wertvollen Erfahrungsschatz aufgenommen und in literarischer Form den Senioren, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal zugänglich gemacht. 21 Bewohner haben sich beteiligt und manchmal sogar mehrere Erlebnisse zum Gelingen des Projektes beigetragen. Sich der Vergangenheit zu stellen, kostete am Anfang Überwindung, weiß Kornelia Steinigeweg. Wenn die Geschichten jedoch zu Papier gebracht sind, überwiegen Freude und Stolz auf das Ergebnis.

Am 26. März hatte die Hausleitung Erzähler und Autoren zu einem gemütlichen Beisammensein in die Cafeteria eingeladen. Bei Kaffee und Weggen ließen sie noch einmal die letzten Monate Revue passieren. „Dies ist ein ganz besonderes Angebot, das beiden Seiten viel Spaß gemacht hat“, betonte Marco Greßler. „Obwohl die Beteiligten derselben Generation angehören, ist jedes Schicksal anders“, hatte Ursula Weers bemerkt. „Wir wollten festhalten, was an Lebensgeschichten vorhanden ist“, erklärte Reinhard Bamming. Er habe während der Aufgabe selbst viel gelernt; manche Sätze vergesse er nie. „In einem 96-jährigen Leben kommt so einiges zusammen“, sagte ein Teilnehmer des Treffens.

Die reichen Erinnerungen der älteren Menschen förderten oft kleinere witzige oder ernste Begebenheiten zutage. Sie wären es ebenfalls wert, aufgeschrieben zu werden, dachten sich die Autoren. Daher überlegten sie sich, diese in anderer Form öffentlich zu machen. Während des Autorentreffens stieß ihre Idee auf große Zustimmung. Es könnte einmonatliches Blättken unter der Überschrift „Düt und Dat“ mit Dönekes, Gedichten, Sagen aus dem Tecklenburger Land, Berichten von Feiern, Fotos, Kurzgeschichten auf Plattdeutsch, oder Ereignissen aus den Geburtsjahren von Jubilaren daraus entstehen, waren erste Gedanken. Auch Witze oder Kindermund wären denkbare Bestandteile der Monatsblätter, die vor allem unterhaltsam sein sollen.

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