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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Von langlebigen Rosen und kleinen Rabauken im Alltag

RIESENBECK. Kleine Rabauken des Alltags und kuriose Begebenheiten standen im Mittelpunkt des ersten literarischen Cafés in der Tagespflege St. Elisabeth in Hörstel-Riesenbeck. Zum ersten Mal hatte die Einrichtung zu einer Lesung bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Autorin Anja Stroot las aus ihrem Seniorenbuch "Leselust für 50 plus!". Die Veranstaltung war einer der Höhepunkte eines Monats, in dem sich in der Tagespflege vieles um Bücher, Geschichten und Gedichte gedreht hat.

"Im ,Monat des Buches’ haben wir viel mit unseren Tagesgästen gelesen, Geschichten gehört und Gedichte", sagt Sabine Wellmeyer. "Mit dem Vorlesen kann man sehr gut Brücken bauen zur Erinnerungswelt der Senioren. So haben wir zum Beispiel bekannte Gedichte gelesen, und die Tagesgäste haben die Reime ergänzt." Verse und Gedichte seien für die ältere Generation eine große Bereicherung. "Viele kennen die Reime aus ihren Kindertagen. Gerade an Demenz erkrankte Menschen fühlen sich sicher, wenn sie mit den Reimen ihnen Bekanntes ausdrücken können", so Sabine Wellmeyer.

Um Erinnerungen und ganz alltägliche Dinge geht es auch in vielen Geschichten von Anja Stroot. Seitdem die Riesenbeckerin vor einigen Jahren einen Schreibwettbewerb gewonnen hat, hat sie zahlreiche Bücher für Kinder und Senioren veröffentlicht. "In meinen Geschichten ,Leselust für 50 plus!’ geht es um Wahres und Erfundenes. Mir ist aber immer wichtig etwas zu schreiben, dass so tatsächlich gewesen sein könnte", sagt die Autorin. Um viele Sinne anzusprechen, zeigt sie auf einer Leinwand passende Bilder und Fotografien zu ihren Geschichten. Zum Beispiel Bilder von Rosen, als sie von einer besonders langlebigen Rose berichtet.

Als vom Schokoladenmann die Rede ist, freuen sich die Zuhörer über ein Schokoherz zum Naschen. Viele Gesichter werden hell, als Anja Stroot die Geschichte "Lauter Unfug im kleinen Kopf" vorträgt. Denn die Berichte über die Streiche ihres Sohnes wecken bei den Zuhörern Erinnerungen an die Rabauken-Zeit der eigenen Kinder und Enkel.

Genau darum geht es den Verantwortlichen der Tagespflege. "Wir wollen die Erinnerung anregen und über das Gehörte mit den Tagesgästen ins Gespräch kommen", so Sabine Wellmeyer. Das Lesen steht auch sonst in der Tagespflege hoch im Kurs. "Regelmäßig besuchen wir mit einigen Gästen die katholische Bücherei in der Nachbarschaft." Und das nicht nur im Monat des Buches.

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