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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Praktische Unterstützung im Alltag

Einsatzleiterin Brigitte Rahe leistete im Jahr 2018 etwa 7.400 Einsatzstunden. 88 Familien haben während eines begrenzten Zeitraums Hilfe im Alltag, bei der Versorgung der Kinder und der Haushaltsführung erhalten. Brigitte Rahe und Johannes Rott, Abteilungsleiter Sucht, Kinder, Jugend, Familie würden gern mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. „Der Bedarf ist vorhanden“, erklären sie. Derzeit scheitert das Vorhaben daran, dass die Krankenkassen keine kostendeckenden Stundensätze bezahlen, bedauert die Einsatzleiterin. Nur durch den zusätzlichen Einsatz von Eigenmitteln kann der Dienst aufrechterhalten werden.

„Familienpflege“ ist kein geschützter Begriff. Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist die Leistung unter der Überschrift „Haushaltshilfe“ geregelt. Familienpflege beziehungsweise Haushaltshilfe kann beantragt werden, wenn die haushaltsführende Person ausfällt und kein anderes Familienmitglied die Versorgung übernehmen kann. Außerdem sollte mindestens ein Kind unter zwölf beziehungsweise vierzehn Jahren oder ein behindertes Kind in der Familie leben. Eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung muss zusammen mit dem Antrag auf Kostenübernahme bei der jeweiligen Krankenkasse vor Einsatzbeginn eingereicht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Einsatz einer Familienpflegerin auch dann möglich, wenn kein Kind in der Familie lebt.

Als Gründe kommen Krankenhausaufenthalte eines Elternteils, Rehabilitations-Maßnahmen, akute oder chronische Erkrankungen, psychische Belastungen, Risikoschwangerschaften, Mehrlingsgeburten, Unterstützung zu Hause nach einer Operation und vieles mehr infrage. Danach richten sich Umfang und Dauer des Einsatzes der Familienpfleger. Deren Tätigkeiten sind vielfältig. Sie umfassen Aufgaben der Haushaltsführung, die Betreuung und Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern sowie die Sicherstellung des Schul- und Kindergartenbesuchs. Im Vordergrund steht immer der Bedarf der Familien, um bei krankheitsbedingtem Ausfall eines Elternteils den Alltag weiterhin gestalten zu können. „Gerne helfen wir Ihnen bei der Antragsstellung und Klärung, ob unser Angebot für Sie in Frage kommt“, so Brigitte Rahe abschließend. Sie ist zu erreichen unter der Telefonnummer 05451 5002-35 oder per Mail an rahe@caritas-ibbenbueren.de.

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