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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Morgenlob im St. Elisabeth Haus Hörstel-Riesenbeck

Die Kapelle des St. Elisabeth Hauses war mit einem Engel, einer brennenden Kerze, schönen Steinen und Schneeglöckchen geschmückt. Nach und nach kamen Mieterinnen und Mieter des Betreuten Wohnens herein, herzlich begrüßt von Kornelia Steinigeweg und Michael Spliethoff, Diakon der Kirchengemeinde St. Reinhildis. Sie folgten am 18. März der Einladung zum ersten „Morgenlob“ dieses Jahres. Das Angebot in der Fastenzeit gibt es seit dem vorigen Jahr und es wird gut angenommen, freute sich die Koordinatorin des Betreuten Wohnens. Sie hatte die Idee dazu und setzt sie mit Michael Spliethoff um. „Es ist ein geistliches Angebot als Ergänzung zu den Heiligen Messen“, erklärte der Diakon.

Die Kurzmeditation kann viel bewirken. Sie verbindet Achtsamkeitstraining, Übungen zur Körperwahrnehmung, biblische Texte und Gebete. Die Teilnehmer werden für den Gedanken sensibilisiert, dass Gott jeden neuen Tag wie ein Geschenk in ihre Hände legt. Musik und Gesang öffnen die Herzen für die schönen Seiten des Lebens. Stress ist heute ein Problem, das viele Menschen belastet. Er kann motivierend wirken, aber auf lange Sicht auch krank machen. Folgen des massiven Drucks sind nicht selten körperliche oder seelische Erschöpfungszustände. Wenn die Freude am Dasein schwindet, wird es Zeit, eigene Bedürfnisse zu erkennen und zu respektieren. Körperliche Signale wahrzunehmen lässt sich erlernen. Dann wird es einfacher, Schmerzen zu ertragen oder mit schwierigen Gefühlen wie Wut und Angst konstruktiv umzugehen.

Die morgendlichen Treffen in der Kapelle bieten eine wunderbare Gelegenheit, sich in sein Inneres zu versenken und zu entspannen. Schmerzen werden weniger bedrückend empfunden, wenn der Körper neue Kraftquellen findet. Die kleine Auszeit am Morgen bedeutet sorgenfreie Freude. Um zur Ruhe zu kommen, folgten die elf Bewohnerinnen und Bewohner am Beginn der Andacht der Anleitung zur Körperwahrnehmung. Danach war der Kontakt zu Himmel und Erde hergestellt. Kornelia Steinigeweg verlas die Geschichte „Der Diamant“. Wie der Edelstein sei jeder Einzelne unverwechselbar, so wie ihn Gott erschaffen hat. „Vielleicht müssten wir einfach toleranter sein und zulassen, dass jeder ein Original ist“, schlussfolgerte die Vorleserin. In einem Moment der Stille gedachten die Teilnehmer der Menschen, die ihnen wichtig sind und die sie trotz aller Ecken und Kanten schätzen.

Nach der biblischen Geschichte von der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus aus dem Lukasevangelium stellte der Geistliche Fragen zur Besinnung. Jeder konnte den Blick auf sich selbst lenken und im Gebet aus seinen persönlichen Erfahrungen Antworten darauf finden, um den Inhalt sinnlicher zu erspüren. „Ich gehe davon aus, dass diese Geschichte heute noch heilend wirken kann“, so Michael Spliethoff. Das Vaterunser und das Lied „Ich glaub an Gott in Freud und Not“ beendeten die morgendliche Ermutigung zum frohen Start in den jungen Tag.

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