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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Mit kleinem Zeitaufwand große Freude schenken

RECKE. In der Gemeinde Recke mit ihren drei Ortsteilen gibt es immer mehr vor allem ältere Menschen, die sich allein fühlen und nach ein wenig Unterhaltung sehnen. „In jüngster Zeit gibt es einige Anfragen von Menschen, die sich ab und an Besuch wünschen“, sagt Gabriele Freese, für den Bereich Gemeindecaritas zuständige Mitarbeiterin des Caritasverbandes Tecklenburger Land. Vor diesem Hintergrund sucht die Pfarrcaritas St. Dionysius in Recke weitere ehrenamtliche Mitarbeiter für den Besuchsdienst in Recke, Steinbeck und Obersteinbeck. Am 31. Januar informiert die Pfarrcaritas ganz unverbindlich über dieses Ehrenamt.

-„Ganz gleich, ob Frau oder Mann, ob Jugendlicher oder Erwachsener – jeder kann den Besuchsdienst leisten“, ist Nadine Siebelmeyer überzeugt. Sie engagiert sich seit einigen Jahren im Team des Besuchsdienstes. Aktuell gibt es noch sieben Aktive in der Gruppe. Eine von ihnen ist Mathilde Stermann. Seit sieben Jahren besucht sie regelmäßig eine ältere Dame. „Das ist inzwischen ein ganz vertrautes Verhältnis“, sagt Mathilde Stermann. „Sie ist so dankbar und froh, wenn ich komme.“

Das erleben auch Edeltraud Brüggemeyer, Werner Stegemann und Marlies Husmann. Dass Ehrenamt keine Frage des Alters ist, beweist Edeltraut Brüggemeyer. Die ältere Dame besucht regelmäßig mehrere Menschen im Ort. „Ich mache das gerne, weil ich sehe, dass sie sich freuen, wenn ich komme“, sagt sie. Gleichzeitig sorgt das Ehrenamt auch dafür, dass sie selbst nicht so viel alleine ist. Wenn Außenstehende zu ihr sagen, dass sie kein Ehrenamt übernehmen möchten, weil sie dafür nichts bekämen, winkt Edeltraud Brüggemeyer ab. „Ich bekomme doch so viel zurück: Leuchtende Augen von anderen Menschen, das ist doch viel wichtiger als Geld“, betont sie. Marlies Husmann kann das nur bestätigen. Sie schaut unter anderem alle 14 Tage nach einer Seniorin im Altenheim. „Sie freut sich immer, wenn wir mit dem Auto rausfahren oder mal auswärts Kaffee trinken.“

Wie die Ehrenamtlichen den Besuchsdienst gestalten, bleibt ihnen selbst überlassen. „Spazieren gehen, zum Friedhof fahren, miteinander einkaufen oder nur bei einer Tasse Kaffee miteinander sprechen – das kann sehr unterschiedlich sein“, sagt Gabriele Freese. Die Caritas-Mitarbeiterin möchte die Hemmschwellen zum Besuchsdienst abbauen. „Wenn ich mich dafür entscheide, heißt das nicht, dass ich das über Jahre hinweg machen muss“, erklärt sie. Zudem entscheide jeder ehrenamtliche Mitarbeiter selbst, wie viel Zeit er einbringen möchte. Unterstützt und begleitet werden die Ehrenamtlichen durch die Gemeindecaritas.

Werner Stegemann gehört von Beginn an zum Team des Besuchsdienstes in Recke und hat schon mehrere ältere Menschen begleitet. Seit einigen Jahren schaut er regelmäßig nach einer Seniorin. „Manchmal ruft sie an, wenn es etwas Besonderes gibt. Wir fahren oft zusammen Kaffeetrinken oder ich helfe ihr, wenn sie einen besonderen Wunsch hat“, sagt Werner Stegemann. Er hat nie bereut, sich für den Besuchsdienst gemeldet zu haben. „Im Endeffekt ergeben sich daraus die Kontakte so, als wenn man einen guten Nachbarn besucht.“

Am Donnerstag, 31. Januar, sind alle Interessierten zu einer unverbindlichen Informationsveranstaltung um 19 Uhr ins Clemens-August-Heim eingeladen. Kontakt und weitere Informationen bei Nadine Siebelmeyer, Telefon 05457/ 1329, nadinesiebelmeyer@gmx.de, oder Gabriele Freese, Telefon 05451/ 5002-75, freese@caritas-ibbenbueren.de

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