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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Mehr Sicherheit im Umgang mit den Hürden des Alltags

RIESENBECK. Was Kirsten Fuhr in der Tagespflege St. Elisabeth mit einem Rollator vormacht, ist sehr viel schwieriger als es aussieht. Denn so, wie die Übungsleiterin und Rollatorentrainerin des FC Stella Bevergern die Gehhilfe über die kleine Kante an der Balkontür bewegt, bekommen es beim ersten Versuch nur wenige ihrer Zuhörer hin. Auf Einladung der Tagespflege Riesenbeck leitet Kirsten Fuhr eine Schulung zum richtigen und sicheren Umgang mit dem Rollator. Dabei verrät sie den Tagesgästen und Teilnehmern von außerhalb viele Tricks und Kniffe.

„Viele unserer Tagesgäste sind auf den Rollator angewiesen. Dabei beobachten wir immer wieder, dass nicht immer alle Gäste den sicheren Umgang mit dem Hilfsmittel beherrschen“, sagt Sabine Wellmeyer, Leiterin der Tagespflege unter dem Dach der Caritas-Altenhilfe Tecklenburger Land. Deshalb holte sie die Rollatorentrainerin ins Haus. In diesem Monat leitet sie zwei Schulungen in der Einrichtung.

„Man muss den Umgang mit dem Rollator üben, um Sicherheit zu bekommen“, betont Kirsten Fuhr. Ansonsten können selbst flache Bordsteinkanten, Unebenheiten im Boden oder abschüssiges Gelände schnell zu einem Risiko werden. „Viele Rollatoren haben heute eine kleine Ankipphilfe an den Hinterreifen“, erklärt die Trainerin. Wer diese zu nutzen weiß, hat es im Alltag wesentlich leichter. Ohnehin ist das Thema Leichtigkeit so eine Sache beim Hilfsmittel Rollator. „Es gibt so viele unterschiedliche Modelle. Da sollte man sich von Fachleuten schon ganz genau zeigen lassen, welcher Rollator wirklich zu mir passt, wie er funktioniert und was zu beachten ist.“

Bevor Kirsten Fuhr mit dem Training beginnt, kontrolliert sie, ob die Rollatoren von der Höhe her richtig eingestellt sind. „Man sollte mit dem Rollator unbedingt aufrecht gehen, sonst drohen üble Verspannungen an den Armen und im Nacken“, erläutert die Trainerin. Die Füße sollten beim Laufen immer ausreichend Platz zwischen den Rädern finden. Und auch, wer die Bremsen im richtigen Moment sicher einzusetzen weiß, kommt mit dem Rollator sicher durch den Alltag.

Die Frauen und Männer, die das Training besuchen, lernen viele Regeln. Zum Beispiel, dass sie beim Aufstehen und Hinsetzen immer die Bremse anziehen oder dass sie den Rollator vor Stufen besser ankippen denn anheben sollten und dass sie unbekannte Wege gut in Augenschein nehmen sollten. „Stufen, Bodenunebenheiten oder auch ein sandiger Untergrund sind leider immer ein Problem für Menschen mit Rollatoren“, bedauert Kirsten Fuhr. Und auch, wenn manch Rollator einen gewissen Stauraum bietet, sollte er nie zu schwer beladen werden. „Wer zu viel Last transportiert, kippt eher mit dem Rollator.“

Die Tagespflege Riesebeck bietet das nächste zweiteilige Rollatorentraining 21. und 28. September jeweils von 10 bis 10.45 Uhr an. Anmeldung unter 05454/ 93 45 82. Kosten pro Termin: drei Euro.

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