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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Licht und Farben für große und kleine Glücksmomente

IBBENBÜREN. Henry Vos sagt es mit einem Satz: „Wir bringen den Menschen Glücksmomente.“ Über glückliche Momente aus Licht und Farben können sich nun die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses Waldfrieden in Ibbenbüren freuen. Aus den Händen von Vertreter Henry Vos nahmen Hausleiterin Hermine Lempert und Gesamtheimleiter Manuel Künnemann nun eine sogenannte Tovertafel – zu Deutsch Zaubertisch – in Empfang. Der mit speziellen Sensoren ausgerüstete Projektor bereichert ab sofort die Arbeit mit den an Demenz erkrankten Bewohnern des Hauses unter dem Dach der Caritas-Altenhilfe Tecklenburger Land.

Ermöglicht wurde die Anschaffung durch eine Spende der VR Bank Kreis Steinfurt, die verschiedene Altenheime im Kreisgebiet jeweils mit einem Gerät im Wert von rund 6.700 Euro ausgestattet hat. „Unsere Spiele wurden speziell für die Arbeit mit alten oder an Demenz erkrankten Menschen entwickelt“, erklärt Henry Vos. Wenn die Tovertafel in Betrieb ist, projiziert sie zum Beispiel einen kleinen Ball, der geruhsam über den Tisch zu rollen scheint. „Irgendwann hat man das Gefühlt, der könnte über die Kante rollen, und dann nimmt man automatisch eine Hand zur Hilfe, um ihn aufzuhalten“, sagt Hermine Lempert. Genau auf diese Handbewegung reagiert dann wieder die Tovertafel – und gibt dem Ball eine andere Richtung. „Wenn jemand reagiert oder lächelt, ist das für unsere Bewohner ein ganz toller Erfolg“, sagt Hermine Lempert.

In einem anderen Spiel treiben nahezu schwerelos Laubblätter über den Tisch. Die Beobachter sollen angeregt werden, diese zu berühren oder wegzuwischen. „Die Bewegungen kommen automatisch“, hat Hermine Lempert während der Testphase mit dem Projektor festgestellt. Manuel Künnemann sieht in dem Gerät eine gute Unterstützung bei der aktivierenden Pflege. Beim Spiel mit Licht und Farben gibt es für die Nutzer kein bestimmtes Ziel zu erreichen. „Es geht einfach um das Verweilen im Augenblick“, so Henry Vos. Studien zur Nutzung der Tovertafel aber zeigen, dass die Nutzer zur Ruhe kommen. Henry Vos: „Und das für einen längeren Zeitraum.“

Nun soll die Tovertafel noch mit einer mobilen Konstruktion ausgestattet werden, dass sie an verschiedenen Orten zum Einsatz kommen kann. „Der Vorteil ist, dass wir sowohl verschiedene Tischhöhen nutzen oder das Gerät im Umgang mit bettlägerigen Menschen einsetzen können“, sagt Manuel Künnemann. Auch Henry Vos wird sich sicher noch das ein oder andere Mal im Haus Waldfrieden melden. „Uns interessiert, welche Erfahrungen die Menschen bei der Arbeit mit der Tovertafel machen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse, entwickeln wir unsere Programme weiter.“

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