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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

„G-WEG“ hilft älteren Menschen im Alltag

Dass ältere Menschen beim Gehen unsicher sind, kommt häufig vor. Senioren benötigen oft weitreichende Unterstützung, um ihre Mobilität zu erhalten oder bis zu einem gewissen Maße wiederzuerlangen. Die Tagespflege Hörstel-Riesenbeck - eine teilstationäre Einrichtung der Caritas Altenhilfe Tecklenburger Land - bietet von montags bis freitags 16 Tagesgästen aktivierende und individuelle Betreuung. Bewegung gehört zu den wesentlichsten Elementen, um ihnen eine hohe Lebensqualität und möglichst langes Verbleiben im häuslichen Umfeld zu ermöglichen.

Daher hat sich die Einrichtung an einer Ausschreibung der "Caritas GemeinschaftsStiftung für das Bistum Münster" zur Bereitstellung eines "G-WEG" beteiligt. Der Vorstand der Stiftung hatte in Abstimmung mit dem Fondsträger entschieden, der Tagespflege Riesenbeck aufgrund des überzeugenden Konzeptes eines dieser Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Dies freute auch den Leiter des Sozialen Dienstes der Caritas Altenhilfe, Jörg Lammerskitten. Der "therapeutische Teppich" wirke sowohl auf der körperlichen, wie auf der kognitiven Ebene, erklärt Sabine Wellmeyer, die Leiterin der Einrichtung. Die Übungen dienen der Schulung der Koordinationsfähigkeit, der Verbesserung des Gangbildes sowie der Schrittgeschwindigkeit. Darüber hinaus senken sie in hohem Maße das Sturzrisiko.

Die Simulation von Straßenpflaster und Rasenflächen kann auch mit Gehhilfen und Rollatoren genutzt werden. Das Training zusätzlicher Schwierigkeiten, wie das Laufen mit Schirm oder Tablett, schenkt mehr Unabhängigkeit im Alltag und mildert Ängste nach vorangegangenen Sturzerfahrungen. Bewegung, verbunden mit Gedächtnistraining oder Musik, macht in der Gemeinschaft viel Spaß. Der Teppich fordert dazu auf, Neues zu wagen oder verlernte Fähigkeiten wiederzuentdecken. Die Therapiehilfe ist hervorragend dazu geeignet, Lebenslust, Mobilität und Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Sie ist in der Region noch relativ einmalig, haben die Caritas-Vertreter festgestellt.

52 anschauliche Methodik- und Übungskarten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geben dem Pflegepersonal erste Anregungen. "Unsere Mitarbeiter und Gäste entwickeln zudem viele eigene Ideen, um die Vorschläge der Wissenschaftler zu ergänzen", so Wellmeyer. Eine Fortbildung soll demnächst Impulse für die künftige Arbeit liefern.

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