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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Familienpflege duldet keinen Aufschub

In besonderen Notsituationen können Mütter oder Väter den Haushalt, die Betreuung und Erziehung der Kinder beziehungsweise die Versorgung alter oder behinderter Familienmitglieder nicht allein bewältigen. Dann haben sie oft Anspruch auf Hilfe durch eine Familienpflegerin. Im Caritasverband Tecklenburger Land ist der Fachdienst Familienpflege für die Auswahl und Vermittlung zuständig. Brigitte Rahe, Leiterin der Fachabteilung, betont, dass diese wichtige Unterstützung trotz der Corona-Pandemie weiterhin in vollem Umfang verfügbar ist. Die Mitarbeiterinnen werden entsprechend geschult und halten alle notwendigen Anweisungen zum Schutz vor Infektionen ein. Zwei Fallbeispiele unterstreichen dies ausdrücklich.

Eine Risikoschwangerschaft bedeutete für die Mutter eines dreijährigen Mädchens, dass sie sich schonen musste. Daher konnte sie den Haushalt nicht in gewohnter Weise führen. Sie wandte sich auf Empfehlung ihrer Frauenärztin an den Fachdienst Familienpflege und erhielt Unterstützung. Nach der Entbindung wurde der Anspruch auf Kinderbetreuung erweitert, da die Tagesmutter ihre Arbeit wegen der Corona-Pandemie einstellen musste.

Die Antragstellung und Bewilligung durch Caritas und Krankenkasse seien rasch und unkompliziert verlaufen, erklärt die junge Mutter. Anfängliche Bedenken über eine fremde Person in der Familie seien schnell einem gegenseitigen Vertrauensverhältnis gewichen und sie freut sich, dass es diese Möglichkeit gab. Das Corona-Geschehen habe zu verstärkten Vorsichtsmaßnahmen geführt, der Umgang sei nicht mehr so unbeschwert gewesen wie zuvor. "Aber wir haben die Situation gemeinsam gut gemeistert", ist sie sich mit ihrer Familienpflegerin einig.

Ursula Fockers, seit 1981 im Fachdienst der Caritas tätig, sind die unterschiedlichen Facetten des Berufs wichtig. Einschlägige Ausbildungen und ständige Weiterqualifizierungen sind für sie ein gutes Rüstzeug. "Wir gehen sehr individuell auf die Situationen ein und erledigen die gewünschten Aufgaben in enger Absprache mit den Familien", so Fockers. Saubermachen, Wäschepflege, Einkäufe, Kochen und Kinderbetreuung wollen gut koordiniert sein. Auch für die Familienpflegerinnen gelten derzeit strengere Hygienemaßnahmen. Sie wurden schriftlich darüber informiert und achten bewusst darauf. Doch gewisse Unsicherheiten blieben, sagt die Mitarbeiterin.

Nach einem Bandscheibenvorfall in der Schwangerschaft wurde einer Mutter von drei Kindern Familienpflege gewährt. Sie ließ sich von Brigitte Rahe und ihrer Ärztin beraten, so dass die Anträge problemlos bewilligt wurden. In der augenblicklichen Lage müssten besondere Vorkehrungen getroffen werden, hebt sie hervor. Mit vier Kindern sei es nicht einfach und sie freut sich über die Abwechslungen, die vor allem für die Kinder Höhepunkte im Alltag darstellen. Ihre Familienpflegerin Anja Gildehaus, seit über fünf Jahren im Team der Caritas dabei, betont, dass durch Corona die Einsätze besonders wichtig sind. "Wir sorgen dafür, dass der Alltag normal weiterlaufen kann, wenn ein Elternteil erkrankt ist", sagt sie. Aufgrund der Coronakrise müsse man im privaten Umfeld ebenfalls darauf achten, durch häufige Desinfektion sowie Mund-Nasen-Schutz die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Das ist für alle Beteiligten nicht einfach.

Für mehr Informationen und Beratung ist Brigitte Rahe beim Caritasverband unter der Telefonnummer 05451 5002-35 oder über E-Mail an rahe@caritas-ibbenbueren.de zu erreichen.

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