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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

Einbrechern das Leben schwer machen

Einbrecher kommen am helllichten Tag, klopfen an Türen oder schauen durch Fenster. Wenn niemand zu Hause ist, öffnen sie lautlos in wenigen Sekunden nicht abgeschlossene Wohnungstüren und lassen Wertgegenstände mitgehen. Sie sind meist auf schnelle Beute aus und verlassen das Haus, falls sie nicht sofort ihr Ziel erreichen. "Türen zweimal abzuschließen macht immer Sinn", warnte Rolf Lohaus die Senioren des Betreuten Wohnens in Riesenbeck zu Beginn eines Vortrags über Möglichkeiten der Diebstahlvorbeugung. Da im Mai in der Einrichtung des Caritasverbandes Tecklenburger Land Einbrecher ihr Unwesen getrieben hatten, war der Kriminalhauptkommissar eingeladen, um den Bewohnern hilfreiche Hinweise zur Sicherung ihrer Wohnungen zu geben. Der ungebetene Besuch war aus Sicht der Ganoven erfolgreich, also sei eine Wiederholung wahrscheinlich, machte der Beamte vom Kommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Steinfurt deutlich. Das interessierte auch Jens Unland, den neuen Fachbereichsleiter Haustechnik der Caritas-Altenhilfe, der für alle Häuser zuständig ist. "Das waren wichtige Informationen", stellte er fest.

Zu Beginn zeigte Lohaus, wie einfach es ist, ein gekipptes Fenster oder eine nur ins Schloss gezogene Tür zu öffnen. Dazu braucht es keine Werkzeuge - ein Stück Blech oder eine Schnur reichen aus. Dabei hinterlassen die Gauner keine Spuren, was es schwierig macht, Ansprüche gegenüber Versicherungen geltend zu machen. Also lautete der erste Ratschlag: "Schließen Sie Türen und Fenster, wenn Sie das Haus verlassen!" Darüber hinaus hilft es, das Licht über einen Dämmerungsschalter automatisch einzuschalten oder das Radio anzulassen. Das Beste ist jedoch eine aufmerksame Nachbarschaft. Darauf wies Kornelia Steinigeweg, Koordinatorin des Betreuten Wohnens, hin. "Sprechen Sie Fremde im Haus an, auch wenn das neugierig wirkt", riet sie den Teilnehmern des Gesprächs. Die Augen offenhalten, nicht ohne Rückfrage die Eingangstür öffnen und Kornelia Steinigeweg über Verdächtiges informieren, waren weitere Empfehlungen zur Verhütung von Einbrüchen. Ein Hund wirke ebenfalls abschreckend.

Die automatische Eingangstür bietet keinen wirksamen Schutz, da sich hinter einem Bewohner Diebe einschleichen können. Dies ließe sich nicht ändern, denn es muss genügend Zeit sein, um mit dem Rollator oder Rollstuhl ins Haus zu kommen, hatte Lohaus schon kurz nach dem Einbruch festgestellt. Umso wichtiger sind die Wohnungstüren und Fenster, vor allem im Erdgeschoss. "Einbrecher sind nicht gewalttätig, Angst müssen Sie nicht haben", so Lohaus. Sie suchten das Weite, wenn sie Personen anträfen. Das war eine gewisse Beruhigung für die Bewohner, die sich nach den Vorfällen Sorgen machten. Vermutete Täter festzuhalten, sei allerdings keine gute Idee.

Zum Schluss informierte der Polizeibeamte noch über derzeit im Kreis festgestellte Betrügereien, deren Opfer meist ältere Menschen sind. Der Enkeltrick ist hinreichend bekannt und trotzdem immer wieder erfolgreich. Eine ganz perfide Masche sind derzeit Anrufe falscher Polizisten, die Personen dazu bringen, ihnen Bargeld oder Wertgegenstände auszuhändigen. "Legen Sie auf und lassen Sie sich zu nichts überreden", schärfte Lohaus den Zuhörern ein. Diese stellten viele Fragen und ließen sich genau erläutern, was sie zur Vorbeugung tun können. Der Referent hatte zudem Informationsmaterial mitgebracht, aus dem sich viele Antworten ergaben. Auch der Ratschlag, Portemonnaies oder Handtaschen nicht in den Rollator zu legen, sondern dicht am Körper zu tragen, gehörte dazu. "Trickdiebe beobachten Sie, lenken Sie ab und schon ist Ihr Geld weg", erklärte Lohaus.

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