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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

„Bunte Runde“ musiziert für Bewohner des Altenwohnhauses

Wenn die Sonne ihre wärmenden Strahlen auf die Erde schickt, können auch die Bewohner des Caritas-Altenwohnhauses an der Synagogenstraße eine schöne Zeit im Garten ihrer Einrichtung genießen. Seit fünf Jahren bereiten ihnen die Mitglieder der "Bunten Runde" immer am Donnerstag vergnügliche Stunden mit Musik, Lesungen oder Spielen. In Zeiten von Corona müssen sie zwar Abstand wahren, sie lassen sich es trotzdem nicht nehmen, ein kleines Programm im Garten zu spielen.

"Draußen ist alles anders", sagte Reinhard Mau, doch die Freude auf den Gesichtern der Teilnehmer war unverkennbar. Das Kirchenlied "Danke für diesen guten Morgen", war eine passende Einstimmung. Die Musiker Reinhard Mau (Gesang und Gitarre), Ewald Hoge (Percussion-Instrumente), Ulrike Schaunhorst (Gesang) und Sprecherin Maria Beier hatten eine unterhaltsame Mischung aus Volksliedern, Schlagern, besinnlichen oder heiteren Texten zusammengestellt.

"Die Gedanken sind frei" oder "Über den Wolken" luden zum Mitsingen ein. Maria Beier hatte einen Abschnitt aus dem Buch "Momo" von Michael Ende ausgewählt, in dem der Straßenfeger Beppo daran erinnert, stets an den nächsten Schritt, den nächsten Atemzug, den nächsten Besenstrich zu denken und nicht an die lange Strecke vor den Augen, die schier unendlich scheint. "Dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein", heißt es in dem Roman. Ein Gedicht von Heinz Erhardt, das Corona-Lied "Auf Amol is alles anders" des Liedermachers Stefan Wilhelm und "tierisch" gute Wünsche brachten heitere Noten in das kleine Konzert. "Das könnte bis heute Abend so weitergehen", freute sich eine Zuhörerin.

Das Lied "Auf Amol is alles anders" des österreichischen Liedermachers Stefan Wilhelm:

Nicht lang her, da standen wir barfuß am Feld.
Kalte Fiaß, an Hunger viel Arbeit koa´ Geld.
Dia G´schichten ham´ ma öfter k´eart,
Dia alt´n Leit ham´s uns erzählt.

Nur war´s nia wichtig, denn uns ja nia was g´fehlt.
Wir meinten, es kann immer so weiter geh´n.
Immer aufwärts, wie soll´s uns auch anders gescheh´n.
Doch wie schnell sich alles ändern kann,
in einer scheinbar heilen Welt.

Die Frage, wurd´schon lang nicht mehr gestellt.
Auf amol is alles anders, auf amol is alles still.
Auf amol kann kaoner mehr tuan, was er will.
Die Zeit heilt alle Wunden, und auch diesmal wird’s so sein,
und derweil, bleiben wir - daheim.

Doch koa Panik, schon bald sind wir wieder mobil.
Und auf den Straßen, sind wir dann wieder zu viel.
Es kommt zurück der Arbeitsstress - die Hektik,
Zeit die uns dann fehlt.
Für des, was im Leben wirklich zählt.

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