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Stand: 28.06.2017

Pressemitteilung

372 Kilometer bis Wittenberg

LAGGENBECK. Vom Haus Magdalena bis nach Wittenberg sind es 372 Kilometer. Das ist auf der neuen Platte am Schilderbaum im Foyer der Senioreneinrichtung der Caritas-Altenhilfe Tecklenburger Land seit wenigen Tagen zu lesen. Die Enthüllung des Schildes war der Höhepunkt des ersten ökumenischen Versöhnungsgottesdienstes im Hause. Der Gottesdienst war ein Bestandteil der Projektwoche zum Thema „500 Jahre Reformation“.

Die Idee zum Versöhnungsgottesdienst von Christen verschiedener Konfessionen hatte Pastor Reiner Ströver. Anlässlich des Reformationsjubiläums hatten führende Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen in Deutschland im März dieses Jahres einen großen ökumenischen Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim gefeiert. „Sie haben dazu aufgerufen, in den einzelnen Gemeinden diesem Beispiel zu folgen“, erklärt Pastor Reiner Ströver. Der evangelische Pastor leitet seit sieben Jahren regelmäßig evangelische Gottesdienste im Haus Magdalena, das bekanntlich von einem katholischen Träger betrieben wird. „Das Haus ist wirklich ein guter Ort der Ökumene. Deshalb feiern wir hier diesen Versöhnungsgottesdienst“, sagt er.

Sein katholisches Gegenüber, Pater Benny, kennt sich mit dem Thema interkonfessioneller Dialog bestens aus. „In meiner Heimat pflegen die Christen einen intensiven Kontakt zu anderen Religionsgemeinschaften“, sagt der aus Indien stammende Geistliche. Wesentliche Bestandteile des Gottesdienstes waren Eingeständnis, dass katholische und evangelische Christen in der Vergangenheit aneinander schuldig geworden sind sowie der Dank für die Bereicherung durch einander. Reiner Ströver: „Zur Versöhnung gehört immer das Eingestehen der Schuld.“

Frank Kenning, Haus- und Pflegedienstleiter der Caritas-Einrichtung, begrüßt das gute Miteinander der Konfessionen im Haus Magdalena. „Für uns ist die Zusammenarbeit mit beiden Kirchengemeinden wirklich sehr positiv.

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